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Finanzierung
Es gibt keine allgemein gültigen Regeln für eine optimale
Baufinanzierung. Sie erfordert immer eine individuelle Planung, um
den persönlichen Wünschen und finanziellen Möglichkeiten der
einzelnen Baukunden gerecht zu werden.
Trotzdem ist Grundwissen erforderlich: Baukunden müssen die
Fachbegriffe kennen und die verschiedenen
Finanzierungs-möglichkeiten einschätzen können, um mit den Banken
und Sparkassen in Verhandlung treten zu können.
Mit allgemein verständlichen Erklärungen, Tipps und Warn-Hinweisen wollen wir Sie dabei unterstützen.
Persönliche Finanzierungsplanung
Eigenkapital
Am Anfang sollte ein gründlicher Kassensturz stehen. Vorhandene
Reserven sind zu überprüfen, rechtzeitige Kündigungen bei
Sparguthaben, Termingeldern und anderem zu veranlassen.
Für eine sichere Finanzierung werden mindestens 20 % Eigenkapital
benötigt. Rechnet man die Nebenkosten hinzu, kalkulieren Sie besser
mit 30 % Eigenkapital.
Tragbare monatliche Belastung
Im nächsten Schritt sollten Sie die mögliche monatliche Belastung
ermitteln. Führen Sie dazu ein Haushaltsbuch über 3–4 Monate oder
machen Sie einen Überschlag nach unserer Checkliste.
Sie sind auf der sicheren Seite, wenn Sie nicht mehr als 40% Ihres
Nettoeinkommens für die Finanzierung verplanen. Für Nebenkosten und
Instandhaltungskosten sind zusätzlich 2–2,5 Euro pro m2 Wohnfläche
je Monat einzuplanen. Das können bei einem Einfamilienhaus von
130m2 Wohnfläche immerhin 300 Euro monatlich sein!
Maximale Kreditsumme
So hoch darf Ihr Kredit sein, wenn Sie die vorher ausgerechnete
monatliche Belastung zugrunde legen:
maximale Kreditsumme = tragbare monatl. Belastung x 12 x 100 /
Nominalzins +Tilgung
Beispielrechnung:
monatliche Belastung: 1.000,00 EUR
Nominalzins: 4,50%
Tilgung: 1,5%
=> maximale Kreditsumme = 1.000,00 x 12 x 100 : (4,5 + 1,5) =
200.000 EUR
Legen Sie die ermittelte maximale Kreditsumme plus vorhandenes
Eigenkapital als Höchstgrenze für die Kosten der eigenen vier Wände
fest.




